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 Betreff des Beitrags: Die Bismarck mal etwas anders
BeitragVerfasst: 02.01.2018, 05:23 
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Hallo zusammen!
Heute möchte ich euch mal mein jüngstes Werk vorstellen.
Vorab ein paar Infos, wie es zu diesem Dio kam. Beim ausmisten meines Dachbodens bin ich auf ein in den 80er gebautes Modell der Bismarck in 1/350 von Academy gestossen. Durch diverse Umzüge hatte das Modell doch arg gelitten. aber zum Wegwerfen war es mir dann anderseits doch zu schade. Hatte damals immerhin knapp 80 DM gekostet.
Nur, was macht man nun damit? Neu aufbauen? Nicht so gut, da der damalige Fertigungstandard für Plastikmodelle nicht so hoch war. Auch weist das Modell einige Ungenauigkeiten auf, die mir heutzutage nicht so sonderlich gefallen würden. So reifte der Plan, aus der Bismarck das Wrack zu machen, wie es seit über 70 Jahren in den Tiefen des Atlantik liegt.
Zuerst habe ich begonnen, das Bild und Filmmaterial von Ballard und Cameron zu sichten, wobei sich schnell herauskristalisierte, das das Material von Cameron erheblich besser ist (allein die frei verfügbaren Filmaufnahmen haben eine Laufzeit von über 25 Stunden). Dann habe ich begonnen, das Modell zu zerlegen, und anhand der Aufnahmen umzuarbeiten. Relativ schnell merkt man, daß es einfacher ist ein Modell im heilen Zustand zu bauen, als daraus ein Wrack zu machen. Nach einigen Probestücken an alten Plastikresten ging es dann mit Skalpell, Säge, Bohrer und Feuer zur Sache. Anschließend wurde die Bismarck eisenfarbig "grundiert", und danach mit der "Salzmethode" (für die abblätternde Farbe etc.) in verschiedenen Farben neu lackiert. Für den Meeresboden habe ich Acryl, und kleinere Steine aus dem Modelleisenbahnbedarf verwendet. Der Meeresboden wurde dann mit Graniteffektspray eingefärbt. Da ja im Trümmerumfeld der Bismarck einige größere Teile liegen, die aber eigentlich doch relativ weit vom eigentlichen Wrack weg sind, habe ich da ein wenig gemoggelt, und diese dichter am Wrack plaziert.
Soweit ganz schön und gut. Aber wie erwecke ich jetzt den Eindruck von fast 4000 Meter Tiefe? Da ist mir die Idee gekommen. In dieser Tiefe dringt ja bekanntlich kein Licht mehr, und wenn Scheinwerfer da eingesetzt werden, ist alles dunkelblau. Also habe ich über das Dio eine Plexiglashaube gestülpt, und diese mit dunkelblauer, transparenter Folie überklebt. Mit einer LED-Lichtleiste, die an der inneren Oberseite der Haube montiert ist, tauche ich das Wrack in ein schwaches Licht. Um jetzt ein paar Lichtkegel auf dem Deck zu erzeugen habe ich in Scratchbauweise die beiden von Cameron verwendeten Tauchboote (MIR 1 und 2) und den Kameraschlitten auf dem Modell plaziert. Alle drei sind mit einer SMD-LED ausgerüstet. Die gesamte Beleuchtung kann ich zusätzlich mit einer Fernbedienung dimmen.
Bleibt nur noch das Namensschild. Dies werde ich mit meinem 3D-Drucker erstellen
Nun viel Spaß beim gucken.

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Ein paar Sachen muß ich allerdings noch gestalten (Rostzapfen z. Bspl.)

Gruß
Jürgen


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bismarck mal etwas anders
BeitragVerfasst: 02.01.2018, 13:19 

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Hallo Jürgen . Erst mal ein dickes fettes wow !!!!!!! Deine Recherche hat sich sowas von gelohnt !!!!! So siehtse nun mal aus unsere Bismarck. Klasse umgesetzt. Fragen habe ich da schon. Ist das eine blaue Folie oder liegt die wirklich im Wasser ? Ehrlich ....bin begeistert. Gute Arbeit Jürgen !!


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bismarck mal etwas anders
BeitragVerfasst: 02.01.2018, 13:54 
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Danke für das Lob. Es handelt sich um eine dunkelblaue Klebefolie, die absolut transparent ist. Leider ist das Zeug nicht ganz billig, aber es lohnt sich. Die Folie gibt es übrigens auch in anderen Farben. Wird auch gerne zum Eintönen von Lichtreklame etc. benutzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bismarck mal etwas anders
BeitragVerfasst: 02.01.2018, 14:42 

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Klasse Tip. Baue jetzt die Scharnhorst von Hachette. Gehe mal weg von meinen Japanern in 1:700. Denke mal ...wenn du die Scharnhorst als Wrack baust ...benötigst du nicht so viel . Trotzdem klasse Leisung!!! Gruss aus Stolberg


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